Event-Discovery 2.0: Wie dein Event in KI-Antworten empfohlen wird

Wir sind MGNFY und präsentieren dir auf How To Sell Tickets Online (Fast) eine Entwicklung, die viele Veranstalter:innen noch unterschätzen, obwohl sie bereits eine zentrale Rolle spielen:

>> KI-Systeme entscheiden heute mit, welche Events empfohlen werden.

Nicht als Anzeige. Nicht als Ranking. Sondern als Teil der Antwort. Die entscheidende Leitfrage lautet deshalb nicht mehr: „Wie bringe ich Menschen auf meine Event-Website?” Sondern:

>> „Wie wird mein Event von KI-Systemen als relevant, zitierfähig und empfehlenswert eingeordnet?“

>> Das Wichtigste vorab

+ KI empfiehlt keine Websites, sondern Events als Entitäten

+ Sichtbarkeit entsteht durch klare Definition, nicht durch Reichweite

+ KI arbeitet mit Textpassagen, nicht mit Seitenlogik

+ Konsistenz schlägt Kreativität

+ Wer sein Event nicht selbst eindeutig beschreibt, wird ersetzt


>> Warum „klassisches” Ticket-Marketing hier an Grenzen stößt

Früher war die Logik klar: Landingpage bauen, Line-up kommunizieren, Tickets verlinken, Sichtbarkeit einkaufen oder erarbeiten.

Heute beantworten KI-Systeme wie ChatGPT oder Google Gemini Fragen wie:

„Welche Festivals lohnen sich im Sommer in Süddeutschland?“

„Welche Konferenz eignet sich für Marketing-Leiter:innen?“

„Welche Events haben ein kuratiertes Publikum?“

Damit stellen wir uns einer neuen Realität:

+ Es gibt kein festes Ranking mehr

+ Es gibt keine Position 1 mehr

+ Dein Event wird genannt – oder es existiert nicht

Das ist unbequem. Aber das sind die neuen Spielregeln.


>> Wie KI dein Event tatsächlich auswählt (stark vereinfacht)

Step 1: Gelerntes Wissen

Alles, was KI bereits kennt:

+ Eventnamen

+ typische Einordnung

+ wiederkehrende Merkmale

+ bekannte Kontexte

>> Dieses Wissen entsteht durch strukturierte Erwähnungen im Netz.

Step 2: Aktive Recherche

Wenn Unsicherheit besteht, greift KI auf externe Quellen zurück:

+ sachliche Beschreibungen

+ Vergleichsartikel

+ Foren

+ neutrale Texte

Wichtig!

>> KI zieht einzelne Sätze oder Absätze – keine ganzen Seiten.

>> Werblich formulierte Inhalte werden aussortiert.


GEO für Events: Die vollständige Praxis-Anleitung

Jetzt wird es konkret …

>> Definiere dein Event als Entität, nicht als Kampagne

Konkret zu tun: Erstelle eine verbindliche Entitätenliste mit maximal 10–20 Punkten. Für Events sind das in der Regel:

+ Eventname

+ Veranstalterin / Organisation

+ Eventtyp (Festival, Konferenz, Konzertreihe …)

+ Genre oder thematischer Fokus

+ Region / Einzugsgebiet

+ Zielgruppe (klar beschrieben)

+ zeitlicher Rahmen (jährlich, einmalig, Saison)

+ Größenordnung (z. B. Boutique-Format, Großevent)

+ besondere Merkmale (z. B. Open Air, kuratiertes Line-up, Community-Fokus)


>> Übersetze jede Entität in klare, zitierfähige Aussagen

Eine Entität ohne klare Beschreibung ist wertlos.

>> Regel: Jede Entität braucht mindestens einen eindeutigen, sachlichen Satz.


Beispiele:

❌ „Ein einzigartiges Festivalerlebnis“

✅ „Ein Open-Air-Festival für elektronische Musik mit maximal 8.000 Besucher:innen“

❌ „Für alle Musikliebhaber:innen“

✅ „Geeignet für Besucher:innen zwischen 25 und 40 mit Interesse an House und Techno“


Diese Sätze sind kein Marketing. Sie sind Rohmaterial für KI-Antworten.


>> Baue eine sachliche Event-Seite (Grounding Page)

Das ist der zentrale operative Schritt. Du brauchst eine eigene Seite, die dein Event beschreibt: neutral, faktenbasiert, ohne Verkaufsabsicht.

Diese Seite muss:

+ sachlich formuliert sein

+ ohne Kontext verständlich sein

+ jeden Satz einzeln zitierfähig machen

Empfohlene Struktur:

> Kurze Einordnung des Events (1–2 Sätze)

> Was ist das Event? (Typ, Thema, Historie)

> Für wen ist es geeignet? (konkret, nicht allgemein)

> Was unterscheidet es von ähnlichen Events?

> Einordnung im Markt / thematischen Umfeld

>> Das ist maschinenlesbare Event-Positionierung.


>> Lege diese Seite richtig ab

Diese Seiten müssen auffindbar sein – aber nicht prominent.

>> Best Practice:

+ eigener Bereich, z. B. /fakten/ oder /wissen/

+ Verlinkung im Footer (wie Impressum)

+ kein Werbedruck, kein Conversion-Ziel

>> Optional:

+ kurzer Hinweis für Menschen, dass es sich um eine sachliche Einordnungsseite handelt


>> Veröffentliche die Seite auf Deutsch und Englisch

KI recherchiert häufig auf Englisch – selbst bei deutschen Anfragen.

>> Konsequenz:

+ jede sachliche Event-Seite zweisprachig

+ inhaltlich identisch

+ sauber übersetzt, nicht automatisiert ohne Kontrolle

Wer das nicht tut, verzichtet freiwillig auf Sichtbarkeit.


>> Nutze die Entitätenliste als dauerhafte Checkliste

Die Entitätenliste ist jetzt dein Prüfwerkzeug. Bei jedem neuen Inhalt fragst du:

+ Welche Entität stärke ich hier?

+ Beschreibe ich sie konsistent?

+ Weiche ich sprachlich von der Definition ab?

Das gilt für:

+ Website-Texte

+ Pressearbeit

+ Gastbeiträge

+ Interviews

+ redaktionelle Erwähnungen

>> Konsistenz erzeugt Vertrauen >> Vertrauen erzeugt Zitierfähigkeit.


>> Sorge für wiederholte, sachliche Erwähnungen außerhalb deiner Website

KI sucht Übereinstimmung zwischen Quellen.

>> Konkret zu tun:

Platziere dein Event kontextuell in:

+ redaktionellen Artikeln

+ Empfehlungslisten

+ Community-Diskussionen

+ Szeneblogs

Nicht werblich. Nicht pushy. Sondern erklärend.

>> Beispiel:

„Für Besucherinnen, die ein kuratiertes Boutique-Festival suchen, wird häufig das XYZ Festival genannt.“

Solche Sätze erhöhen die Wahrscheinlichkeit massiv, genannt zu werden.


>> Warum Klicks dabei zweitrangig sind

Das ist die unbequeme Wahrheit:

+ KI bringt kaum Traffic

+ Quellen werden selten geklickt

Aber:

+ Empfehlung ist essenziell

+ Nennung verkauft Tickets

+ Wahrnehmung schlägt Klick

Wenn KI sagt: „Ein empfehlenswertes Event ist …“

… wirkt das. Auch ohne Website-Besuch.


>> Fazit

GEO ist Relevanzmanagement in einer KI-Realität. Wer sein Event nicht selbst eindeutig beschreibt, überlässt diese Aufgabe der KI. Und das wird sich rächen …

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